Depressionen in der kalten Jahreszeit

Der Höhepunkt des diesjährigen Sommers ist längst überschritten und die Tage werden kürzer. Auch erreichen die Temperaturen längst nicht mehr so hohe Werte, wie es noch vor einigen Wochen der Fall war. Die Bäumen ändern ihr Blätterkleid und auch die Insekten sind nicht mehr so zahlreich vorhanden, wie es noch vor kurzem der Fall war. Dies sind die ersten Zeichen der Natur, dass der Sommer sich langsam verabschiedet und der Herbst und danach der Winter wieder eintreten.

Viele Menschen – vor allem Frauen sind hier von einer Depression betroffen, welche sich meist schleichend, zusammen mit dem Winter breit machen will. Grundsätzlich gibt es saisonale Depressionen, die sich vor allem durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse verbreiten können. Dabei entstehen Depressionen dadurch, dass im Winter deutlich weniger Licht vorhanden ist, als es im Frühling, oder aber auch im Sommer der Fall ist. Der Winter zählt die kürzesten Tage, niedrige Temperaturen und ein allgemeines Unwohlsein zu seinen Attributen. Dies kann je nach Mensch starke Auswirkungen auf die eigene Psyche und Wahrnehmung haben. Viele Menschen sind im Winter schlecht gelaunt und beschweren sich stetig über die kurzen Tage. Besonders wer für eine Depression anfällig ist, wird Probleme damit haben, im dunkeln zur Arbeit hin zu fahren und diese auch im dunkeln wieder verlassen zu müssen.

Es ist zu erwähnen, dass die meisten Menschen, die im Winter unter einer Depression leiden, deutlich anfälliger für Krankheiten sind und auch deutlich weniger belastbar im Alltag sein. Bei den meisten Menschen treten im Winter keine besonders ausgeprägten Depressionen auf, sondern vielmehr Phasen, die sich durch schlechte Laune und Lustlosigkeit auszeichnen. Wirklich starke Winterdepressionen treten dabei in den seltensten Fällen ein.

Welche Folgen sind denkbar?

Neben den bereits angesprochenen depressiven Stimmungsbildern, ist es möglich, dass bei einer schwerwiegenden Depression noch weitere Aspekte eine Rolle spielen. Angstzustände können als Beispiel angeführt werden, welches bei vielen Menschen eine Rolle spielt, wenn ein starker Winter eintritt.

Auch Selbstmordgedanken können durch eine starke Depression im Winter gefördert werden. Menschen, die sich einer Depression ausgesetzt fühlen, ziehen sich in der Regel stark zurück und versuchen sich mehr und mehr von der Gesellschaft zu isolieren. Meist ist dies nur für enge Freunde, oder aber auch für Familienmitglieder ersichtlich, so dass diese etwas gegen unternehmen können – bzw. unternehmen müssen. Auch sexuell gesehen kann eine Depression starke Folgen auf das Leben im Bett haben. Meist sinkt die sexuelle Lust deutlich, was ebenfalls ein Zeichen einer starken Depression sein kann. In einer Beziehung führt dies nicht gerade selten zu größeren Anspannungen, da die Partner im Winter vermehrt Meinungsverschiedenheiten haben.

Auffällig ist, dass gerade im mitteleuropäischen Raum starke Depressionen auftreten können. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Skandinavien sind die Menschen weniger stark von einer Depression im Winter betroffen, was daran liegen mag, dass die Einstellung gegenüber dem Winter hier anders ist.

Mütter leiden häufiger unter Depressionen nach der Geburt

Immer mehr junge Mütter leiden nach der Geburt ihres ersten Kindes an Depressionen. Inzwischen gibt es Statistiken, die behaupten, dass dies bereits auf jede zehnte Mutter zutrifft, die zum ersten Mal ein Kind bekommt. Dabei zu anzumerken, dass die Depressionen selbst meist erst nach der Geburt beginnen. Wann genau ist nicht so leicht festzulegen – teilweise beginnt alles direkt nach der Geburt, teilweise ein paar Tage später, zum Teil allerdings auch erste einige Wochen bis Monate nach der eigentlichen Geburt.

Meist sind die Gründe dieser Depressionen gerade für Männer nicht so leicht zu verstehen. Dabei sollten diese sich bewusst machen, dass Frauen während ihrer Schwangerschaft im Bezug auf ihre Gefühle ständige Veränderungen erleben. Dabei sind es nicht immer positive Gefühle, die sich verbreiten, sondern auch Angstgefühle und andere Probleme, die im Alltag dominieren können. Emotional, sowie als auch körperlich betrachtet erlebt eine Frau während der Schwangerschaft eine Menge an verschiedenen Situationen, die sie überwältigen muss. Dabei treten die meisten dieser Gefühle und Symptome sporadisch auf und sollten nicht von Dauer sein. Andernfalls ist es notwendig, bereits während der Schwangerschaft mit einem Arzt zu sprechen.

Die genauen Symptome, die nach einer Schwangerschaft auftreten können und die als postnatale Depression zu bezeichnen sind, sind zum Beispiel eine grundsätzlich negative Stimmung. Gerade am Morgen, oder aber auch am Abend kommt es häufig dazu, dass sich ein gewisses Stimmungsbild verbreitet, welches negativ betrübt sein kann. Darüber hinaus leiden Frauen, die an einer postnatalen Depression leiden auch an einer Lustlosigkeit im Leben. Meist wissen die Mütter nicht mehr, über was sie sich noch freuen können und reagieren schnell gereizt.

Spaß und Humor zählen in den meisten Situationen leider nicht zum Tagesinhalt und auch ein Gefühl, überfordert zu sein ist in jedem Fall häufig angebracht.

Wer kann von diesen Depressionen betroffen sein?

Leider ist es nicht klar, welche Frauen nach einer Schwangerschaft diese Art der Depressionen verspüren und welche nicht. Ärzte konnten bisher keine typischen Muster erkennen, mit denen es möglich ist, vorhersagen zu können, ob eine Depression eintreten wird, oder ob die Mutter davon verschont bleibt.

Es gibt allerdings Anzeichen dafür, dass bestimmte Faktoren das Risiko einer postnatalen Depression erhöhen können. Hierzu zählen zum Beispiel frühe Verluste im Leben, z.B. durch Todesfälle in der Familie oder aber auch keine intakte Familie. Ebenfalls sind finanzielle Probleme häufig ein Auslöser für diese Form der Depression. Wer bereits früher von Problemen betroffen war, kann ebenfalls schnell wieder in diese hineinfallen. Bei einer Frühgeburt können ebenfalls emotionale Muster auftreten, die eine Depression ausmachen, genau wie bei einer Geburt, bei der feststeht, dass die Mutter das Kind alleine aufziehen muss. Im Alltag ist es zu empfehlen, sich bei starken Depressionen an einen kompetenten Arzt zu wenden, der notfalls auch eine entsprechende Therapie verordnen kann. Jedoch erkennen nur wenige Menschen den Ernst der Lage selbst und müssen meist durch die eigene Familie auf die richtige Bahn gelenkt werden.

Depressionen bei Kindern und in der Schule

Eine Depression kann längst nicht mehr nur bei Frauen und Männer im erwachsenen Alter auftreten. Dabei gibt es Studien, denen zu Folge nach bis zu acht Prozent aller Jugendlichen an Depressionen leiden. Gerade in der wichtigen Phase der Pubertät kommt es dazu, dass vermehrt Jugendliche Depressionen haben und damit nicht richtig umgehen können.

Die Folgen solcher Depressionen zeigen sich vor allem im Schulalltag, welcher von deutlichen Konzentrationsschwankungen und massiven Konzentrationsstörungen geprägt sein kann. Auch körperlich gesehen kann es zu Problemen kommen, die im Alltag auftreten können. Jugendliche und Kinder, die unter einer Depression zu leiden haben, erkranken in der Regel im Alltag deutlich häufiger, als es bei Mitschülern und Mitschülerinnen der Fall ist, die keine Probleme dieser Art haben.

Unterschiede zu einer Depression bei Erwachsen zeigen sich vor allem dann, wenn das Verhalten der Personen untersucht wird. Während es bei Erwachsenen oft Stimmungsprobleme sind, oder aber auch Probleme wie schlechte Laune und eine Lustlosigkeit, die im Alltag gezeigt wird, kann sich die Depression bei Kindern komplett anders äußern. Hier ist es möglich, dass starke Aggressionen auftreten, welche nicht so einfach zu kontrollieren sind. Jugendliche, die ein typisches Aggressionsmuster zeigen und zusätzlich auch gerne Konflikte führen, sind meist betroffen. In vielen Fällen ist es gerade für Fachärzte nicht einfach, dieses Verhalten mit einer Depression zu verknüpfen, bzw. wirklich Rückschlüsse auf eine Depression schließen zu können, was daran liegt, dass die Anzeichen an sich nur bei Kindern als depressiv einzustufen sind. Hinzu kommt auch, dass Kinder im Alter der Pubertät grundsätzlich aggressiver auftreten, als es sonst der Fall ist.

Es gibt jedoch typische Merkmale, an denen Jugendliche, die Depressionen haben, erkannt werden können, bzw. an denen es möglich ist, zu merken, ob es ein typisch pubertäres Verhalten ist, oder eine wirkliche Depression vorliegt.

Gerade ein geringes Selbstvertrauen, oder aber auch große Schwierigkeiten in der Schule, sowie im Freundeskreis führen häufig dazu, dass erste Tendenzen erkannt werden können. Auch Gedankenspiele mit dem Tod, sowie Gespräche über Selbstmord gehören im Alltag dazu. Meist plagt die Jugendlichen auch ein gewisses, meist nicht zu begründendes Schuldgefühl, welches wirklich nicht leicht zu verstehen ist.

Auch eine gewisse Hoffnungslosigkeit und Perspektivenlosigkeit kann schnell dazu gezählt werden und ist bei vielen Jugendlichen vorhanden. Für Eltern ist es wichtig, in dieser Zeit auf ihr Kind besonders stark und intensiv einzugehen und sich mit den Problemen und Gefühlen des Kindes auseinandersetzen zu können. Dabei sollten intensive Gespräche geführt werden und das Kind sollte das Gefühl haben, vollständig respektiert zu werden. In dieser Phase versuchen Kinder natürlich auch, ihre Grenzen kennen zu lernen, welche von den Eltern festgelegt werden müssen.

Hierzu sollten sich die Eltern auch zu zweit zusammensetzen und darüber diskutieren, wie sie ihrem Kind helfen können und welche Lösungen und Ansätze sie in der Erziehung für sinnvoll halten. Ein fachmännischer Rat kann hierbei in der Regel  so gut wie nie schaden. Es lohnt sich also, auch auf andere Erziehungsmuster zurückgreifen zu können und sich im Fall der Depression sachkundig zu informieren und umzuschauen.

Wenn Depressionen Angst auslösen

Depressionen sind immer wieder ein Thema, dass von den Betroffenen nicht gern angesprochen wird. Das liegt nicht immer nur daran, dass sich diese Personen nicht trauen, darüber zu sprechen, weil die Betroffenen von Depressionen Angst haben, dass Außenstehende diese nicht als eine Krankheit, sondern als eine Art Schwäche und Unvermögen mit den Problemen des Alltags umzugehen, verstehen könnten. Mitunter ist den Betroffenen selbst aber noch gar nicht bewusst, dass Sie unter Depressionen leiden.

Depressionen können sich auf völlig unterschiedliche Weise zeigen und machen eine Diagnose häufig nicht ganz leicht. Mitunter verursachen Depressionen Angst bei den betroffenen Personen. Das sind Zustände, die sie sich selbst kaum erklären können. Auch im Gespräch mit medizinisch und psychologisch ausgebildeten Therapeuten können sie diesen Zustand kaum wiedergeben. Die Möglichkeit, an einer Depression mit all ihren vielfältigen Symptomen zu leiden, schieben sie weit von sich und versuchen diese lange Zeit zu verdrängen, was die Situation der Personen nicht gerade verbessert.

Verursachen Depressionen Angst bei den betroffenen Personen, wird ein ganz normaler Alltag immer komplizierter und deren Leben verliert zunehmend an Qualität. Sie trauen sich immer weniger zu und kapseln sich häufig immer mehr von der Außenwelt ab, bis sie schließlich kaum noch in der Lage sind, die vertraute Umgebung, sprich die Wohnung, zu verlassen. Dann wird es auch häufig sehr schwierig, diese Personen psychologisch zu betreuen, denn oft finden diese Personen kaum von selbst den Weg zu einem erfahrenen Arzt und Therapeuten, der ihnen aus der Misere helfen und eine geeignete Therapie einleiten kann. Haben die von Depressionen betroffenen Personen dann keine näheren Verwandten oder Bekannten, die das Verhalten als auffällig einstufen und geeignete Schritte in Richtung einer Therapie unternehmen, ist eine tiefe Krise kaum noch unausweichlich. Aus eigenem Antrieb suchen die Wenigsten den Kontakt zu einer Person, die ihnen helfen könnte.

Nicht immer lösen Depressionen Angst aus und nicht immer ist es diese Reihenfolge, in der erst die Depressionen auftreten, aus denen sich dann unter Umständen Angst entwickelt. Manchmal kommt auch der umgekehrte Fall vor und aus einer ausgeprägten Angst entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Depression. Beide, Angst und Depressionen, treten jedenfalls in sehr vielen Fällen gemeinsam auf und Inhalt des jeweiligen Krankheitsbildes bei den betroffenen Personen.

Angst ist im Allgemeinen nicht als krankhaftes Symptom zu werten. Ganz im Gegenteil: in der menschlichen Geschichte und Entstehung hat sich die Angst häufig als hilfreiches Mittel zur Warnung vor Gefahren erwiesen. Somit diente und dient sie eigentlich dem Schutz des Menschen und bewahrt vor Unheil. Wird aus der Angst allerdings ein unkontrollierbarer Zustand, den die betroffene Person nicht mehr zu beeinflussen vermag und es entstehen völlig unbegründete Ängste oder entwickelt sich beispielsweise aus Depressionen Angst, dann liegt tatsächlich eine krankhafte Veränderung vor. In diesem Fall ist unbedingt professionelle Hilfe erforderlich und angeraten. Betroffene selbst, aber auch Bekannte und Verwandte von scheinbar betroffenen Personen, sollten sich nicht scheuen, diese Thematik anzusprechen und angemessen darauf zu reagieren, denn nur mit professioneller Hilfe können diese Symptome überhaupt und nachhaltig beseitigt werden.

Eine Depression als Folge aufgestauter Gefühle

Jeder hat schon einmal Situationen erlebt, für die er einige Zeit zur Bewältigung brauchte und für die allzu leichtfertig der Begriff Depression gebraucht wird. Derartige Erlebnisse können eine zerbrochene Beziehung, die vielleicht über mehrere Jahre Bestand hatte oder eine nicht bestandene, wichtige Prüfung sein. Diese Ereignisse, die sich manchmal schon eine geraume Zeit vorher abzeichnen oder aber auch völlig unvorhergesehen eintreten können, bringen den normalen Ablauf im Leben der meisten Menschen ordentlich durcheinander, ohne dass sich daraus eine Depression entwickelt. Der Körper nimmt sich einfach eine kleine Auszeit und die betroffenen Personen können sich in dieser Zeit wieder neu orientieren. Wiederum ein unvorhergesehenes positives Ereignis führt bei den meisten Menschen schlagartig eine Besserung der Gefühlslage herbei. Von einer Depression kann in diesen Fällen also nicht die Rede sein.

Wann aber spricht man von einer Depression, die tatsächlich eine Erkrankung mit den  seelischen Störungen darstellt?

Wie gesagt: jeder erlebt Situationen, in denen die betroffenen Personen erst einmal aus der Bahn geworfen werden und scheinbar nichts mehr geht. Nach einer relativ kurzen Zeit erholen sich die meisten davon und das Leben geht normal weiter. Wenn aber kein noch so positives Ereignis es vermag, die betroffene Person wieder in den normalen Alltag mit all seinen schönen und weniger schönen Seiten zurückzuholen, dann spricht man durchaus von einer Depression. Bei einer Depression spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle, die den Ausbruch der seelischen Störungen zur Folge haben. Viele Dinge kommen als Ursache zusammen, bleiben über eine lange Zeit im Verborgenen, weil Gefühle einfach unterdrückt werden. Oft ist es dann ein gravierendes Ereignis, dass die Depression scheinbar allein hervorruft und zum Ausbruch bringt. Dieser Vorfall ist aber lediglich der Auslöser für all die angestauten Gefühle, die oft über Jahre hinweg nicht zugelassen und unterdrückt worden sind. Der Körper wehrt sich nun dagegen, dass diese Gefühle weiterhin verdrängt werden. Derartige gravierende Ereignisse, die oft als alleiniger Auslöser gesehen werden, können z.B. Unfälle sein, die das Leben der betroffenen Personen völlig verändern, weil sie dadurch vielleicht für immer an den Rollstuhl oder an das Bett gefesselt sind. Oder der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen muss verarbeitet werden. Tritt aufgrund derartiger Erlebnisse eine Depression ein, ist diese häufig sehr ausgeprägt und dauert unter Umständen sogar viele Jahre an. Das gesamte Fühlen und Denken der unter einer Depression leidenden Person ist für einen längeren Zeitraum beeinträchtigt und die Stimmung hellt sich kaum auf.

Eine Depression ist der Ausdruck dafür, dass eine Person nicht vermag, mit einer bestimmten Situation oder einem Konflikt klarzukommen. Was andere nach einer gewissen Zeit verarbeitet und bewältigt haben, lässt diese Personen einfach nicht wieder los. Dabei sind es häufiger Frauen als Männer, die über eine Depression klagen oder sich aus diesem Grund in einer therapeutischen Behandlung befinden. Es gibt jedoch keine Altersgruppe, in der eine Depression bevorzugt auftritt. Personen jeden Alters sind davon betroffen.

Viele verschiedene Symptome, die sowohl eher körperlicher als auch vorzugsweise seelischer Natur sein können, machen das Erkennen einer Depression und damit eine optimale und effektive Behandlung derselben häufig sehr schwer.

Depressionen können sich auf verschiedene Arten zeigen

Depressionen gehören zu den häufigsten Störungen im seelischen Bereich und nicht wenige Personen sind davon betroffen. Was die Mitmenschen, der von Depressionen Betroffenen jedoch häufig nicht wissen, ist, dass es sich dabei keineswegs um eine Erkrankung des Geistes handelt. Kommen Depressionen ins Gespräch, glauben viele, es handle sich dabei um eine unendliche Trauer, die diese Personen völlig vereinnahmt. Diese Vorstellung rührt wahrscheinlich daher, dass viele Depressionen mit einem Ereignis beginnen oder ausbrechen, dass mit dem Tod eines geliebten Menschen zu tun hat. Das entspricht auch durchaus der Realität. Manchmal sind Betroffene aber auch nicht einmal in der Lage, trotz Trauer diese zu empfinden und aktiv zu erleben. In diesem Fall äußern sich die Depressionen ganz anders. Statt Tränen zu vergießen, empfinden sie eine absolute Leere und fühlen nichts.Tatsächlich ist Trauer jedoch nur eines von vielen Gesichtern, die diese Erkrankung der Seele haben kann.

In allen Fällen von auftretenden Depressionen sind mehrere Faktoren für die Entstehung und den Beginn der seelischen Störung verantwortlich. Die Zahl der Ursachen für Depressionen ist hoch und genauso vielfältig sind die Symptome, die sich dabei zeigen können. Jede dieser seelischen Erkrankung der Gefühlswelt äußert sich nahezu anders und so können sich auch die Symptome bei den betroffenen Menschen völlig anders zeigen.

Bei all den verschiedenen Krankheitsbildern kann es vorkommen, dass die Depressionen den gesamten Menschen an sich beeinträchtigen. Bei ausgeprägten Depressionen kommt es oft nicht nur zur Erkrankung der Seele und damit zu seelischen Störungen. Im weiteren Verlauf und ohne Therapie gerät also nicht nur die Gefühlswelt durcheinander, sondern auch die körperliche Verfassung und das Empfinden. Auch im Denken des Betroffenen gehen Veränderungen vonstatten. Außerdem kann sich das Verhalten bezogen auf die anderen Personen im Umfeld, die eigene Person und zukünftige Belange verändern. Damit steht fest, dass Depressionen einen Einfluss auf das gesamte Leben der betroffenen Menschen haben können und dieses völlig aus dem einst bestehenden Gleichgewicht bringen können.

Für viele sind depressive Phasen nicht ganz unbekannt. Nahezu jeder erlebt hin und wieder ein Ereignis, das ihn nach unten zieht und damit auch die Stimmung bzw. den Gemütszustand deutlich verschlechtert. Der Körper braucht nach dem Eintreten bestimmter Ereignisse, die unsere Gefühlswelt dermaßen durcheinander bringen, eine gewisse Zeit, um solche Vorfälle zu verarbeiten. Fälschlicherweise wird häufig schon bei diesen kurzen Phasen von Depressionen gesprochen. Die Phasen dieses seelischen Ungleichgewichts gehen bei den meisten Menschen nach einer gewissen Zeit jedoch vorbei und es kehrt Normalität in den Alltag ein. Andere vermögen sich aber nicht wieder aus dieser Leere zu befreien und die vorübergehenden Stimmungsschwankungen enden in einem dauerhaften schwermütigen Zustand. In diesem Fall liegen dann nicht nur vorübergehende Gemütsschwankungen, sondern tatsächlich Depressionen vor.

Bestimmte Ereignisse, die unser Leben plötzlich, massiv und meistens im negativen Sinne, verändern, sind häufig der Auslöser für Depressionen, die über einen sehr langen Zeitraum anhalten können und einer konsequenten Behandlung bedürfen. Oft benötigen Menschen viele Jahre, um beispielsweise das Ableben und den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.