Depressionen bei Kindern und in der Schule

Eine Depression kann längst nicht mehr nur bei Frauen und Männer im erwachsenen Alter auftreten. Dabei gibt es Studien, denen zu Folge nach bis zu acht Prozent aller Jugendlichen an Depressionen leiden. Gerade in der wichtigen Phase der Pubertät kommt es dazu, dass vermehrt Jugendliche Depressionen haben und damit nicht richtig umgehen können.

Die Folgen solcher Depressionen zeigen sich vor allem im Schulalltag, welcher von deutlichen Konzentrationsschwankungen und massiven Konzentrationsstörungen geprägt sein kann. Auch körperlich gesehen kann es zu Problemen kommen, die im Alltag auftreten können. Jugendliche und Kinder, die unter einer Depression zu leiden haben, erkranken in der Regel im Alltag deutlich häufiger, als es bei Mitschülern und Mitschülerinnen der Fall ist, die keine Probleme dieser Art haben.

Unterschiede zu einer Depression bei Erwachsen zeigen sich vor allem dann, wenn das Verhalten der Personen untersucht wird. Während es bei Erwachsenen oft Stimmungsprobleme sind, oder aber auch Probleme wie schlechte Laune und eine Lustlosigkeit, die im Alltag gezeigt wird, kann sich die Depression bei Kindern komplett anders äußern. Hier ist es möglich, dass starke Aggressionen auftreten, welche nicht so einfach zu kontrollieren sind. Jugendliche, die ein typisches Aggressionsmuster zeigen und zusätzlich auch gerne Konflikte führen, sind meist betroffen. In vielen Fällen ist es gerade für Fachärzte nicht einfach, dieses Verhalten mit einer Depression zu verknüpfen, bzw. wirklich Rückschlüsse auf eine Depression schließen zu können, was daran liegt, dass die Anzeichen an sich nur bei Kindern als depressiv einzustufen sind. Hinzu kommt auch, dass Kinder im Alter der Pubertät grundsätzlich aggressiver auftreten, als es sonst der Fall ist.

Es gibt jedoch typische Merkmale, an denen Jugendliche, die Depressionen haben, erkannt werden können, bzw. an denen es möglich ist, zu merken, ob es ein typisch pubertäres Verhalten ist, oder eine wirkliche Depression vorliegt.

Gerade ein geringes Selbstvertrauen, oder aber auch große Schwierigkeiten in der Schule, sowie im Freundeskreis führen häufig dazu, dass erste Tendenzen erkannt werden können. Auch Gedankenspiele mit dem Tod, sowie Gespräche über Selbstmord gehören im Alltag dazu. Meist plagt die Jugendlichen auch ein gewisses, meist nicht zu begründendes Schuldgefühl, welches wirklich nicht leicht zu verstehen ist.

Auch eine gewisse Hoffnungslosigkeit und Perspektivenlosigkeit kann schnell dazu gezählt werden und ist bei vielen Jugendlichen vorhanden. Für Eltern ist es wichtig, in dieser Zeit auf ihr Kind besonders stark und intensiv einzugehen und sich mit den Problemen und Gefühlen des Kindes auseinandersetzen zu können. Dabei sollten intensive Gespräche geführt werden und das Kind sollte das Gefühl haben, vollständig respektiert zu werden. In dieser Phase versuchen Kinder natürlich auch, ihre Grenzen kennen zu lernen, welche von den Eltern festgelegt werden müssen.

Hierzu sollten sich die Eltern auch zu zweit zusammensetzen und darüber diskutieren, wie sie ihrem Kind helfen können und welche Lösungen und Ansätze sie in der Erziehung für sinnvoll halten. Ein fachmännischer Rat kann hierbei in der Regel  so gut wie nie schaden. Es lohnt sich also, auch auf andere Erziehungsmuster zurückgreifen zu können und sich im Fall der Depression sachkundig zu informieren und umzuschauen.

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Autor: admin
Datum: Dienstag, 8. September 2009 22:15
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