Beiträge vom 17. September 2009

Depressionen in der kalten Jahreszeit

Donnerstag, 17. September 2009 9:54

Der Höhepunkt des diesjährigen Sommers ist längst überschritten und die Tage werden kürzer. Auch erreichen die Temperaturen längst nicht mehr so hohe Werte, wie es noch vor einigen Wochen der Fall war. Die Bäumen ändern ihr Blätterkleid und auch die Insekten sind nicht mehr so zahlreich vorhanden, wie es noch vor kurzem der Fall war. Dies sind die ersten Zeichen der Natur, dass der Sommer sich langsam verabschiedet und der Herbst und danach der Winter wieder eintreten.

Viele Menschen – vor allem Frauen sind hier von einer Depression betroffen, welche sich meist schleichend, zusammen mit dem Winter breit machen will. Grundsätzlich gibt es saisonale Depressionen, die sich vor allem durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse verbreiten können. Dabei entstehen Depressionen dadurch, dass im Winter deutlich weniger Licht vorhanden ist, als es im Frühling, oder aber auch im Sommer der Fall ist. Der Winter zählt die kürzesten Tage, niedrige Temperaturen und ein allgemeines Unwohlsein zu seinen Attributen. Dies kann je nach Mensch starke Auswirkungen auf die eigene Psyche und Wahrnehmung haben. Viele Menschen sind im Winter schlecht gelaunt und beschweren sich stetig über die kurzen Tage. Besonders wer für eine Depression anfällig ist, wird Probleme damit haben, im dunkeln zur Arbeit hin zu fahren und diese auch im dunkeln wieder verlassen zu müssen.

Es ist zu erwähnen, dass die meisten Menschen, die im Winter unter einer Depression leiden, deutlich anfälliger für Krankheiten sind und auch deutlich weniger belastbar im Alltag sein. Bei den meisten Menschen treten im Winter keine besonders ausgeprägten Depressionen auf, sondern vielmehr Phasen, die sich durch schlechte Laune und Lustlosigkeit auszeichnen. Wirklich starke Winterdepressionen treten dabei in den seltensten Fällen ein.

Welche Folgen sind denkbar?

Neben den bereits angesprochenen depressiven Stimmungsbildern, ist es möglich, dass bei einer schwerwiegenden Depression noch weitere Aspekte eine Rolle spielen. Angstzustände können als Beispiel angeführt werden, welches bei vielen Menschen eine Rolle spielt, wenn ein starker Winter eintritt.

Auch Selbstmordgedanken können durch eine starke Depression im Winter gefördert werden. Menschen, die sich einer Depression ausgesetzt fühlen, ziehen sich in der Regel stark zurück und versuchen sich mehr und mehr von der Gesellschaft zu isolieren. Meist ist dies nur für enge Freunde, oder aber auch für Familienmitglieder ersichtlich, so dass diese etwas gegen unternehmen können – bzw. unternehmen müssen. Auch sexuell gesehen kann eine Depression starke Folgen auf das Leben im Bett haben. Meist sinkt die sexuelle Lust deutlich, was ebenfalls ein Zeichen einer starken Depression sein kann. In einer Beziehung führt dies nicht gerade selten zu größeren Anspannungen, da die Partner im Winter vermehrt Meinungsverschiedenheiten haben.

Auffällig ist, dass gerade im mitteleuropäischen Raum starke Depressionen auftreten können. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Skandinavien sind die Menschen weniger stark von einer Depression im Winter betroffen, was daran liegen mag, dass die Einstellung gegenüber dem Winter hier anders ist.

Thema: Depressionen | Kommentare (0) | Autor: admin

Mütter leiden häufiger unter Depressionen nach der Geburt

Donnerstag, 17. September 2009 9:53

Immer mehr junge Mütter leiden nach der Geburt ihres ersten Kindes an Depressionen. Inzwischen gibt es Statistiken, die behaupten, dass dies bereits auf jede zehnte Mutter zutrifft, die zum ersten Mal ein Kind bekommt. Dabei zu anzumerken, dass die Depressionen selbst meist erst nach der Geburt beginnen. Wann genau ist nicht so leicht festzulegen – teilweise beginnt alles direkt nach der Geburt, teilweise ein paar Tage später, zum Teil allerdings auch erste einige Wochen bis Monate nach der eigentlichen Geburt.

Meist sind die Gründe dieser Depressionen gerade für Männer nicht so leicht zu verstehen. Dabei sollten diese sich bewusst machen, dass Frauen während ihrer Schwangerschaft im Bezug auf ihre Gefühle ständige Veränderungen erleben. Dabei sind es nicht immer positive Gefühle, die sich verbreiten, sondern auch Angstgefühle und andere Probleme, die im Alltag dominieren können. Emotional, sowie als auch körperlich betrachtet erlebt eine Frau während der Schwangerschaft eine Menge an verschiedenen Situationen, die sie überwältigen muss. Dabei treten die meisten dieser Gefühle und Symptome sporadisch auf und sollten nicht von Dauer sein. Andernfalls ist es notwendig, bereits während der Schwangerschaft mit einem Arzt zu sprechen.

Die genauen Symptome, die nach einer Schwangerschaft auftreten können und die als postnatale Depression zu bezeichnen sind, sind zum Beispiel eine grundsätzlich negative Stimmung. Gerade am Morgen, oder aber auch am Abend kommt es häufig dazu, dass sich ein gewisses Stimmungsbild verbreitet, welches negativ betrübt sein kann. Darüber hinaus leiden Frauen, die an einer postnatalen Depression leiden auch an einer Lustlosigkeit im Leben. Meist wissen die Mütter nicht mehr, über was sie sich noch freuen können und reagieren schnell gereizt.

Spaß und Humor zählen in den meisten Situationen leider nicht zum Tagesinhalt und auch ein Gefühl, überfordert zu sein ist in jedem Fall häufig angebracht.

Wer kann von diesen Depressionen betroffen sein?

Leider ist es nicht klar, welche Frauen nach einer Schwangerschaft diese Art der Depressionen verspüren und welche nicht. Ärzte konnten bisher keine typischen Muster erkennen, mit denen es möglich ist, vorhersagen zu können, ob eine Depression eintreten wird, oder ob die Mutter davon verschont bleibt.

Es gibt allerdings Anzeichen dafür, dass bestimmte Faktoren das Risiko einer postnatalen Depression erhöhen können. Hierzu zählen zum Beispiel frühe Verluste im Leben, z.B. durch Todesfälle in der Familie oder aber auch keine intakte Familie. Ebenfalls sind finanzielle Probleme häufig ein Auslöser für diese Form der Depression. Wer bereits früher von Problemen betroffen war, kann ebenfalls schnell wieder in diese hineinfallen. Bei einer Frühgeburt können ebenfalls emotionale Muster auftreten, die eine Depression ausmachen, genau wie bei einer Geburt, bei der feststeht, dass die Mutter das Kind alleine aufziehen muss. Im Alltag ist es zu empfehlen, sich bei starken Depressionen an einen kompetenten Arzt zu wenden, der notfalls auch eine entsprechende Therapie verordnen kann. Jedoch erkennen nur wenige Menschen den Ernst der Lage selbst und müssen meist durch die eigene Familie auf die richtige Bahn gelenkt werden.

Thema: Depression | Kommentare (0) | Autor: admin