Depressionen – oft buchstäblich totgeschwiegen

Stundenlanges Grübeln, Minderwertigkeitsgefühle, Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit und ein nahezu kontinuierlich spürbares Druckgefühl im Brustbereich… –  all‘ diese und viele andere Symptome sind meist untrügliche Zeichen für Depressionen. Statistiken zufolge sind mehr als vier Millionen Menschen deutschlandweit von dieser äußerst facettenreichen Krankheit, die sich übrigens auch durch körperliche Beschwerden äußern kann, betroffen. Nicht alle an Depressionen leidenden Menschen unterziehen sich allerdings auch einer Therapie. Vielmehr werden depressive Phasen mit alltäglichen Leiden verwechselt und somit entweder gar nicht oder falsch behandelt. Und so sind es gerade einmal acht bis zehn Prozent der Betroffenen, die die Anzeichen wirklich ernst nehmen und auf ärztliche Unterstützung setzen. Viele sind jedoch der Ansicht, dass es sich bei den Angstgefühlen, der inneren Unruhe, den Schlafstörungen, den Gedächtnisproblemen und so weiter lediglich um „normale“ Symptome handelt, die mit der Zeit wieder abklingen. Darüber hinaus tragen allerdings auch sehr viele Ärzte die Verantwortung dafür, dass keine entsprechenden Therapien verordnet werden. Denn die auftretenden Symptome werden nur allzu häufig fehlinterpretiert oder gar verharmlost. Mit zum Teil fatalen Folgen.

Dank modernster Erkenndepressionen-hilfetnisse können Depressionen in der heutigen Zeit aber sehr erfolgreich behandelt werden. Wird eine Depression hingegen nicht erkannt oder adäquat behandelt, so geht dies Statistiken zufolge mit einer erschreckend hohen Selbstmordrate einher. Denn Fakt ist, dass in jedem Jahr deutschlandweit sage und schreibe 13.500 Menschen Suizid begehen. Einige prominente Beispiele sind in diesem Zusammenhang der Fußball-Nationalspieler Robert Enke, der sich Ende 2009 vor einen Zug warf oder Kurt Cobain, Frontmann von „Nirvana“, der im April 1994 ebenfalls den Freitod wählte. Beide hielten offenbar dem (Leistungs-)Druck nicht mehr stand, was seinerzeit allerdings nur den wenigsten Menschen in deren Umfeld auffiel. Und eben diese Tatsache bzw. die Tabuisierung von Depressionen an sich war seither häufig das (Haupt-)Thema in medialen Debatten und Diskussionen. Immer mehr bekannte Persönlichkeiten aus Funk und Fernsehen „outeten“ sich seither und schilderten ihre individuellen Eindrücke und Erlebnisse mit ihren depressiven Erkrankungen. Andreas Biermann beispielsweise, Maria Carey, Sebastian Deisler oder gar Robbie Williams unternahmen allerdings allesamt etwas, um ihre Depressionen nachhaltig zu behandeln. Ganz im Gegensatz zu Robert Enke sprachen sie meist offen und ehrlich über ihr Leid.

Sicherlich ist es möglich, pflanzliche Präparate zur effizienten Bekämpfung der Krankheit zu nutzen. Je nach Ausprägung der Depressionen werden dahingegen aber auch Psycho-Pharmaka sowie psychotherapeutische Behandlungen in Verbindung mit so genannten kognitiven Verhaltenstherapien eingesetzt. Obwohl also das Thema „Depressionen“ weltweit aktuell und die Behandlungsmöglichkeiten mittlerweile sehr vielversprechend sind, bleiben Depressionen nach wie vor ein Tabu-Thema.

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