Hilfe bei Depressionen
Montag, 19. Dezember 2011 14:09
Depressionen sind die häufigste psychische Krankheit. Rund 4 Millionen Deutsche sind derzeit betroffen. Während sie in manchen Fällen harmlos verlaufen können und nur kurz anhalten, können sie in anderen Fällen jahrelangen Leidensdruck bedeuten, der bis zum Suizid führt. Deswegen ist es wichtig, die Anzeichen zu erkennen und zu wissen, welche Hilfe bei Depressionen zur Verfügung steht.
Die Symptome bei Depressionen sind häufig geschlechtsspezifisch. Charakteristisch sind jedoch Motivationslosigkeit, Abgeschlagenheit und Unzufriedenheit. Häufig kapseln sich die Betroffenden von der Außenwelt ab. Bei Männern kommt häufig ein aggressives Verhalten hinzu, das sich in Reizbarkeit und Verstimmungen niederschlagen kann. Viele Menschen neigen außerdem zu extremen Handlungen, wie erhöhte Risikobereitschaft, maßlose sportliche Aktivitäten und Suchtverhalten. Auch Suizidgedanken gehören zu den Anzeichen einer schwereren Depression. Aufgrund der Erkrankung ist es vielen Menschen nicht mehr möglich, ihren Alltag normal zu gestalten. Wird keine Hilfe bei den Depressionen wahrgenommen, können sich die Symptome verschlimmern und schließlich einen Klinikaufenthalt erforderlich machen.
Es gibt drei Arten von Depressionen. Die endogene Depression entsteht durch einen veränderten Stoffwechsel im Gehirn und tritt ohne äußere Ursache auf, während die neurotische Depression durch lang anhaltende Belastung verursacht wird. Bei der reaktiven Depression ist ein negatives Ereignis in der jüngeren Vergangenheit der Auslöser. Im Allgemeinen lassen sich die Gründe, die zu einer Depression führen nicht völlig klar bestimmen. Allerdings ist das Erkennen der Art der Erkrankung der erste Schritt, um Hilfe bei Depressionen bieten zu können. Dies sollte möglichst schnell geschehen, zumal Depressionen in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden können. Die erste Hilfe bei Depressionen, die nicht allzu schwer sind, ist die Psychotherapie. Hier versucht ein Therapeut erlernte Verhaltensweise und Denkmuster zu durchbrechen. In den meisten Fällen werden Depressionen jedoch nicht alleine durch Gesprächstherapie behandelt. Auch Antidepressiva versprechen Hilfe bei Depressionen und haben inzwischen weit weniger Nebenwirkungen als noch vor einigen Jahren. Gerade bei Winterdepressionen kann auch die Lichttherapie erfolgsversprechend sein.
Mit Depressionen zu leben ist schwer, auch für die Angehörigen. Ein Depressiver verfällt häufig in Hilflosigkeit und lässt niemanden mehr an sich ran. Das Wichtigste für beide Parteien ist, sich umfassend über das Thema zu informieren. Es ist sehr hilfreich zu wissen, welche Verhaltensweisen des Erkrankten mit den Depressionen zusammenhängen, um ihn zu verstehen, aber auch um selbst damit umgehen zu können. Außerdem ist die größte Hilfe bei Depressionen die Motivierung des Erkrankten. Es ist deswegen ratsam, ihn mit der Aussicht auf Heilung zu motivieren, Sitzungen wahrzunehmen und die Medikamenteneinahme nicht zu vernachlässigen.
Thema: Allgemein, Depressionen | Kommentare (0) | Autor: admin