Mütter leiden häufiger unter Depressionen nach der Geburt
Donnerstag, 17. September 2009 9:53
Immer mehr junge Mütter leiden nach der Geburt ihres ersten Kindes an Depressionen. Inzwischen gibt es Statistiken, die behaupten, dass dies bereits auf jede zehnte Mutter zutrifft, die zum ersten Mal ein Kind bekommt. Dabei zu anzumerken, dass die Depressionen selbst meist erst nach der Geburt beginnen. Wann genau ist nicht so leicht festzulegen – teilweise beginnt alles direkt nach der Geburt, teilweise ein paar Tage später, zum Teil allerdings auch erste einige Wochen bis Monate nach der eigentlichen Geburt.
Meist sind die Gründe dieser Depressionen gerade für Männer nicht so leicht zu verstehen. Dabei sollten diese sich bewusst machen, dass Frauen während ihrer Schwangerschaft im Bezug auf ihre Gefühle ständige Veränderungen erleben. Dabei sind es nicht immer positive Gefühle, die sich verbreiten, sondern auch Angstgefühle und andere Probleme, die im Alltag dominieren können. Emotional, sowie als auch körperlich betrachtet erlebt eine Frau während der Schwangerschaft eine Menge an verschiedenen Situationen, die sie überwältigen muss. Dabei treten die meisten dieser Gefühle und Symptome sporadisch auf und sollten nicht von Dauer sein. Andernfalls ist es notwendig, bereits während der Schwangerschaft mit einem Arzt zu sprechen.
Die genauen Symptome, die nach einer Schwangerschaft auftreten können und die als postnatale Depression zu bezeichnen sind, sind zum Beispiel eine grundsätzlich negative Stimmung. Gerade am Morgen, oder aber auch am Abend kommt es häufig dazu, dass sich ein gewisses Stimmungsbild verbreitet, welches negativ betrübt sein kann. Darüber hinaus leiden Frauen, die an einer postnatalen Depression leiden auch an einer Lustlosigkeit im Leben. Meist wissen die Mütter nicht mehr, über was sie sich noch freuen können und reagieren schnell gereizt.
Spaß und Humor zählen in den meisten Situationen leider nicht zum Tagesinhalt und auch ein Gefühl, überfordert zu sein ist in jedem Fall häufig angebracht.
Wer kann von diesen Depressionen betroffen sein?
Leider ist es nicht klar, welche Frauen nach einer Schwangerschaft diese Art der Depressionen verspüren und welche nicht. Ärzte konnten bisher keine typischen Muster erkennen, mit denen es möglich ist, vorhersagen zu können, ob eine Depression eintreten wird, oder ob die Mutter davon verschont bleibt.
Es gibt allerdings Anzeichen dafür, dass bestimmte Faktoren das Risiko einer postnatalen Depression erhöhen können. Hierzu zählen zum Beispiel frühe Verluste im Leben, z.B. durch Todesfälle in der Familie oder aber auch keine intakte Familie. Ebenfalls sind finanzielle Probleme häufig ein Auslöser für diese Form der Depression. Wer bereits früher von Problemen betroffen war, kann ebenfalls schnell wieder in diese hineinfallen. Bei einer Frühgeburt können ebenfalls emotionale Muster auftreten, die eine Depression ausmachen, genau wie bei einer Geburt, bei der feststeht, dass die Mutter das Kind alleine aufziehen muss. Im Alltag ist es zu empfehlen, sich bei starken Depressionen an einen kompetenten Arzt zu wenden, der notfalls auch eine entsprechende Therapie verordnen kann. Jedoch erkennen nur wenige Menschen den Ernst der Lage selbst und müssen meist durch die eigene Familie auf die richtige Bahn gelenkt werden.
Thema: Depression | Kommentare (0) | Autor: admin