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Eine Depression als Folge aufgestauter Gefühle

Jeder hat schon einmal Situationen erlebt, für die er einige Zeit zur Bewältigung brauchte und für die allzu leichtfertig der Begriff Depression gebraucht wird. Derartige Erlebnisse können eine zerbrochene Beziehung, die vielleicht über mehrere Jahre Bestand hatte oder eine nicht bestandene, wichtige Prüfung sein. Diese Ereignisse, die sich manchmal schon eine geraume Zeit vorher abzeichnen oder aber auch völlig unvorhergesehen eintreten können, bringen den normalen Ablauf im Leben der meisten Menschen ordentlich durcheinander, ohne dass sich daraus eine Depression entwickelt. Der Körper nimmt sich einfach eine kleine Auszeit und die betroffenen Personen können sich in dieser Zeit wieder neu orientieren. Wiederum ein unvorhergesehenes positives Ereignis führt bei den meisten Menschen schlagartig eine Besserung der Gefühlslage herbei. Von einer Depression kann in diesen Fällen also nicht die Rede sein.

Wann aber spricht man von einer Depression, die tatsächlich eine Erkrankung mit den  seelischen Störungen darstellt?

Wie gesagt: jeder erlebt Situationen, in denen die betroffenen Personen erst einmal aus der Bahn geworfen werden und scheinbar nichts mehr geht. Nach einer relativ kurzen Zeit erholen sich die meisten davon und das Leben geht normal weiter. Wenn aber kein noch so positives Ereignis es vermag, die betroffene Person wieder in den normalen Alltag mit all seinen schönen und weniger schönen Seiten zurückzuholen, dann spricht man durchaus von einer Depression. Bei einer Depression spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle, die den Ausbruch der seelischen Störungen zur Folge haben. Viele Dinge kommen als Ursache zusammen, bleiben über eine lange Zeit im Verborgenen, weil Gefühle einfach unterdrückt werden. Oft ist es dann ein gravierendes Ereignis, dass die Depression scheinbar allein hervorruft und zum Ausbruch bringt. Dieser Vorfall ist aber lediglich der Auslöser für all die angestauten Gefühle, die oft über Jahre hinweg nicht zugelassen und unterdrückt worden sind. Der Körper wehrt sich nun dagegen, dass diese Gefühle weiterhin verdrängt werden. Derartige gravierende Ereignisse, die oft als alleiniger Auslöser gesehen werden, können z.B. Unfälle sein, die das Leben der betroffenen Personen völlig verändern, weil sie dadurch vielleicht für immer an den Rollstuhl oder an das Bett gefesselt sind. Oder der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen muss verarbeitet werden. Tritt aufgrund derartiger Erlebnisse eine Depression ein, ist diese häufig sehr ausgeprägt und dauert unter Umständen sogar viele Jahre an. Das gesamte Fühlen und Denken der unter einer Depression leidenden Person ist für einen längeren Zeitraum beeinträchtigt und die Stimmung hellt sich kaum auf.

Eine Depression ist der Ausdruck dafür, dass eine Person nicht vermag, mit einer bestimmten Situation oder einem Konflikt klarzukommen. Was andere nach einer gewissen Zeit verarbeitet und bewältigt haben, lässt diese Personen einfach nicht wieder los. Dabei sind es häufiger Frauen als Männer, die über eine Depression klagen oder sich aus diesem Grund in einer therapeutischen Behandlung befinden. Es gibt jedoch keine Altersgruppe, in der eine Depression bevorzugt auftritt. Personen jeden Alters sind davon betroffen.

Viele verschiedene Symptome, die sowohl eher körperlicher als auch vorzugsweise seelischer Natur sein können, machen das Erkennen einer Depression und damit eine optimale und effektive Behandlung derselben häufig sehr schwer.