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Gründe für Depressionen bei Kindern

Kinder werden ebenso wie Erwachsene nicht aus heiterem Himmel depressiv. Entweder es liegt ein pathologischer Grund wie ein Serotoninmangel vor oder es gibt psychische Gründe. Häufig entstehen Depressionen bei Kindern und Jugendlichen aus den gleichen Gründen wie bei Erwachsenen. Bei Kindern spielt meist die psychosoziale Umgebung eine große Rolle bei der Entstehung von Depressionen.

Der Tod eines geliebten Menschen
Wie die meisten Erwachsenen, wirft es auch Kinder und Jugendliche völlig aus der Bahn, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Kinder gehen jedoch mit dem Tod meistens etwas anders um, als die Erwachsenen, weshalb die Trauer möglicherweise beim Kind anfangs noch nicht ersichtlich ist. Insbesondere wenn ein Elternteil stirbt, entwickeln viele Kinder eine Depression. Das gilt vor allem, wenn das Elternteil in den ersten Lebensjahren des Kindes stirbt. Die Depression kann in diesem Fall auch erst viele Jahre nach dem Tod des Elternteils auftreten. Ebenso ist es, wenn eines der Geschwister stirbt. Die Vernachlässigung des Kindes durch die Eltern oder Kindesmissbrauch, können eine Depression zur Folge haben. Viele Kinder verkraften es nicht, wenn sich ihre Eltern scheiden lassen, ebenso wie chronische Krankheiten bei den Eltern. Kinder haben oftmals Schuldgefühle in solchen Fällen. Sie haben das Gefühl Schuld an der Situation der Eltern zu haben, weil sie ihnen einfach nicht helfen können. Kinder können außerdem Depressionen entwickeln, wenn ein Elternteil selbst von einer Depression betroffen ist.

Depressive Eltern als Ursache für depressive Kinder
Warum Kinder depressiver Eltern ebenfalls an Depressionen erkranken, kann mehrere Gründe
haben. Sie können unter anderem genetisch vorbelastet sein. Die Erkrankung ist also sozusagen erblich bedingt. Eltern, die an der Krankheit leiden, können sich häufig nicht richtig um ihre Kinder kümmern. Das kann dazu führen, dass die Kinder später selbst an Depressionen erkranken. Eltern sind Vorbilder für die Kinder. Die Kinder lernen von den Eltern. So ist es möglich, dass sie in bestimmten Situationen wie bei Stress mit depressivem Verhalten reagieren. Für Kinder ist eine intakte Familie von großer Bedeutung. So können selbst kleinste Veränderungen schwerwiegende Folgen für sie haben. Die Geburt eines Geschwisterchens kann für das Kind sehr belastbar sein, insbesondere dann, wenn sich plötzlich alle nur noch um das Baby kümmern. Vor allem Jugendliche haben darunter meist sehr stark zu leiden.

Weitere Ursachen für Depressionen bei Kindern
Kinder brauchen ihre Eltern. Wenn sie jedoch eingeschult werden oder in den Kindergarten kommen, müssen sie sich zum Teil von ihren Eltern abnabeln. Kinder die sehr sensibel oder labil sind, können darauf mit Depressionen reagieren. Ein Streit mit den besten Freunden, der Tod eines Freundes, aber auch Liebeskummer, Misserfolge und Mobbing in der Schule, Probleme beim Sport oder in der Clique, können zu einem schwerwiegenden Problem werden. Kinder sind allerdings stärker als manch Erwachsener glauben mag. Häufig müssen mehrere Faktoren aufeinander treffen, bevor Kinder, aber auch Erwachsene, eine Depression entwickeln.