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Depressiv im Alter?

 

Depressiv im Alter? Muss das sein?
Depressiv im Alter? Muss das sein?

In welcher Verfassung ein Mensch im Alter ist, hängt von verschiedenen und sehr individuellen Faktoren ab. Die genetischen Voraussetzungen sind dabei ebenso zu berücksichtigen, wie der persönliche Lebensstil und die Biografie. Wir treffen daher in unserem Zeitalter auf rüstige und gesunde Senioren ebenso, wie auf gebrechliche und kranke Ältere. Alt ist deshalb nicht unbedingt gleich Depressiv, dennoch ist die Krankheit für viele ein Thema.

Frauen und Männer erkranken im Alter etwa gleich Häufig an einer Depression. In den jüngeren Jahren passiert dies bei Frauen doppelt so oft als beim anderen Geschlecht. Experten gehen davon aus, dass eine psychische Erkrankung im Alter ebenso oft in Erscheinung tritt wie bei jüngeren Menschen, allerdings ist das Risiko der in der 3. Lebenshälfte leicht erhöht.

Zahlen und Fakten

Depressive Störungen, vor allem leichte bis mittelschwere Depressionen, sind in höherem Lebensalter neben der Demenz die am häufigsten vorkommende Krankheit. Auffallend ist, dass etwa 10 % der Menschen über 65 Jahre, die zu Hause leben, von einer psychischen Erkrankung betroffen sind. Die gleiche Altersgruppe, welche im Altersheim lebt, weißt eine Krankheitsstatistik von bis zu 40 Prozent auf.

Insgesamt sind in Deutschland ca. 4 Millionen Menschen von psychischen Störungen betroffen.

Allgemeine Ursachen

Gerade im Alter kann es zu einer Herausforderung werden mit den veränderten Lebensumständen umzugehen, welche körperlicher, psychischer und geistern Natur sein können. Zudem wird es in unserer heutigen Gesellschaft für Menschen ab 60 immer schwieriger ihren Platz zu finden. Dies ist erstaunlich, denn es gibt in Deutschland weitaus mehr Senioren als alle anderen Altersgruppen. Dennoch existiert ein „Jugendwahn“ der glauben lässt, die Gegenwart gehöre lediglich den jungen Menschen. Ganz im Gegensatz zu früher, wo das Alter als Symbol der Weisheit galt und man der älteren Generation Achtung und Respekt entgegen brachte.
Auch der Eintritt in die Rentenzeit bedeutet für viele Senioren einen großen Verlust, denn gerade die ältere Generation wurde mit dem Gedanken erzogen, dass Fleiß eine tragende Rolle im Leben spielt. So hatte die Arbeit stets einen bedeutenden Stellenwert. Andererseits werden die Arbeitsanforderungen immer höher, die Jobwelt verlangt immer mehr Flexibilität und ein ständiges sich Fortbilden. Der älteren Generation fällt es da oft nicht leicht, sich mit dem „Nichtstun“ im Rentenalter anzufreunden, aber auch mit dem immer höher werdenden Leistungsdruck fertig zu werden.

Gleichzeitig lösen sich die alten Familienstrukturen in den Industrienationen auf, womit sich die sozialen Bedingungen so radikal wandeln, wie der Arbeitsmarkt.

Physische (körperliche) Ursachen

Die sogenannte Altersdepression kann auf einer körperlichen Ursache beruhen. Dies kann eine Krankheit sein sowie chronische und dauerhaft anhaltende Schmerzen. Hier kann die Gefahr bestehen, dass die Angehörigen und der behandelnde Arzt die Folgekrankheit, also die Depression, gar nicht erkennt, da die Symptome von den physischen Beschwerden verdeckt werden. Man vermutet dass dies der Grund ist, warum 40 Prozent aller Selbstmorde von über 60-jährigen Männern begangen werden, die Zahl ist bei Frauen sogar noch höher (Quelle: http://www.palverlag.de/Depressionen-im-alter.html).

KÖRPERLICHE SYMPTOME

Folgende Symptome können ein Hinweis auf eine psychische Erkrankung im Alter darstellen:

Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Magen-Darm-Probleme. Hinzu können Schlafstörungen, Motivationsmangel und ein anhaltender Zustand der Erschöpfung ein Indiz für die Familienangehörigen sein, dass es sich hier um keine „normalen Alterserscheinungen“ handelt.

Psychische (seelische) Ursachen

Es wird davon ausgegangen, das die Altersdepression, neben den körperlichen Gründen, als psychische Reaktion durch die Begleiterscheinung, die das Alter mit sich bringt, ausgelöst wird.

Vorangegangen können sein:

– Nachlassendes Gedächtnis

– Verlust der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit

– Eintritt in die Rente und somit Verlust des Gefühls gebraucht zu werden

– Verlust des Partners / Einsamkeit

– Häusliche Veränderungen, zum Beispiel Einzug in ein Altersheim

– Gefühl der Hilflosigkeit

 

Hilfe für Betroffene

Nicht jeder Mensch kommt mit dem Älter werden klar. Die nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit, der Verlust von Familienmitgliedern, die steten Änderungen, denen wir im Leben unterworfen sind, können ein Gefühl der Machtlosigkeit hervorrufen. Ebenso die Tatsache, dass man von seinen Mitmenschen abhängig wird, da man „es“ alleine häufig nicht mehr so schafft, wie in jungen Jahren. Verfällt dann ein Familienmitglied in eine Depression ist es wichtig, dass diese erkannt und behandelt wird. Neben einer Therapie können dem Erkrankten kleine Aufgabe helfen, die ihm zeigen, dass er noch gebraucht wird. Zum Beispiel dem Enkelkind etwas vorlesen, dies verschafft nicht nur (Ur-)Oma oder (Ur-)Opa ein positives Gefühl, sondern entlastet die Eltern und bringt dem Kind Freude. Eine Win-Win-Situation für alle Seiten.

Depressionen bei Männern

Nicht nur Frauen oder Kinder können an Depressionen erkranken, sondern auch Männer. Es kann einfach jeden treffen. Frauen erkranken häufiger an Depressionen als Männer. Die Erkrankung war aus diesem Grund bei Männern lange Zeit noch nicht so gut erforscht. Mittlerweile sind Depressionen bei Männern genauer untersucht. Es wurde unter anderem herausgefunden, dass sich die Erkrankung bei Männern anders äußert, als bei Frauen.

Immer mehr junge Männer werden depressiv

immer mehr junge Männer sind betroffen..
immer mehr junge Männer sind betroffen..

Früher wurde angenommen, dass nur wenige Männer an Depressionen erkranken. Es wurde jedoch herausgefunden, dass mehr Männer als bisher vermutet an Depressionen erkranken. Besonders betroffen sind hiervon die jungen Männer. Die Erkrankung lässt sich gut behandeln. Bei älteren Männern ist sie allerdings extrem gefährlich. Viele ältere Männer leben alleine, haben möglicherweise körperliche Gebrechen und sind krank. Aus diesem Grund begehen sie häufiger Selbstmord. Die Suizidrate bei depressiven Männern ist höher als bei den Frauen.

Was treibt Männer in die Depression?

Viele Männer reden nicht gerne über ihre Gefühle und Ängste. Dementsprechend geben sie es auch nicht zu, wenn sie Angst davor haben, arbeitslos zu sein oder sie ihre Arbeitslosigkeit betrübt. Einsamkeit und die Trennung vom Partner können ebenfalls dazu führen, dass Männer depressiv werden. Bei Männern müssen viele Faktoren aufeinander treffen, bevor sie an einer Depression erkranken.

Männer, die an einer Sucht leiden, körperlich beeinträchtigt sind und mit sozialen Problemen wie Einsamkeit oder Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben, erkranken häufig an Depressionen. Männer erleben die Krankheit dabei anders als Frauen.

Depressionen bei Männern und Frauen im Vergleich

Frauen können bereits bei erhöhtem Stress eine Depression entwickeln. Männer hingegen entwickeln meist zunächst erst andere Erkrankungen wie Bluthochdruck, Erkrankungen der Herzgefäße oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele Männer, die depressiv sind, versuchen die Krankheit alleine durchzustehen. Sie wollen nicht über ihre Gefühle reden. Das ist ein Grund, weshalb Depressionen bei Männern oftmals unentdeckt bleiben.

Bevor Frauen depressiv werden, leiden sie häufig an begründeten oder unbegründeten Ängsten. Männer hingegen erkranken oftmals aufgrund einer Abhängigkeit wie Drogensucht oder Alkoholabhängigkeit. 30 Prozent aller Männer, die an Depressionen erkranken, sind suchtkrank. Das ist ein Teufelskreis. Denn viele depressive Männer versuchen ihre Erkrankung mit Drogen zu bekämpfen. Diese können jedoch wiederum dazu führen, dass man eine Depression entwickelt.