Winterdepression

Die Winterdepression – fast eine Volkskrankheit?!

Im Winter haben viele Menschen das Problem, dass die stetig anhaltende Dunkelheit sich auf das eigene Gemüt niederschlägt. Die Dunkelheit schlägt sich aufs Gemüt und wir fühlen uns längst nicht mehr so wohl, wie es war, als es noch länger hell war. Bei einigen Menschen kann es nicht nur zu leichten Missstimmungen kommen, sondern dazu, dass richtige Winterdepressionen entstehen. Solche Winterdepressionen sind in jedem Fall nicht zu empfehlen und sollten vermieden werden – notfalls sogar medikamentös behandelt werden.

In den meisten Fällen beginnt eine klassische Winterdepression im Herbst, wenn das Wetter deutlich schlechter wird, die Tage kürzer werden und die Temperaturen deutlich unter 10°C fallen. Meist verschwindet eine Winterdepression genau so schnell, wie sie gekommen ist, aber leider erst mit dem Auftauen im Frühling. Zu beobachten ist, dass immer mehr Menschen sich darüber beschweren, dass sie an einer klassischen Winterdepression leiden. Etwas dagegen zu unternehmen ist gar nicht so einfach – aber die typischen Erkennungsmerkmale dieser Depression sind leicht zu identifizieren.

Die Merkmale einer Depression im Winter zeigen sich in Form von klarer Antriebslosigkeit, einer sehr schlechten Stimmung und natürlich auch nach einem Wunsch, mehr zu schlafen. Ebenfalls steigt der Appetit auf gewisse Nahrungsmittel, wie zum Beispiel auf Süßwaren. Grundsätzlich sind dies typische Anzeichen einer Winterdepression, von der wirklich viele Menschen betroffen sind. Zu beobachten ist dabei allerdings auch, dass Frauen sehr viel häufiger von dieser Form der Depression betroffen sind, als es bei Männern der Fall ist. Gerade beim Thema Schlaflosigkeit sind Frauen in der Regel eher betroffen als Männer. Auch ist anzumerken, dass die auftretenden Symptome mit zunehmenden Alter bei Frauen stärker auftreten.Männer leiden seltener darunter.

Das Auftreten der Symptome kann allerdings behandelt werden, falls diese zu stark auftreten und ernsthafte Probleme mit sich bringen sollten. Durch die Applikation von Medikamenten und Wirkstoffen kann dafür gesorgt werden, dass die Laune wieder steigt und der Winter weniger zum Problem wird.

5-HTP und SAM-E sind hierbei Beispiele für Wirkstoffe, die verwendet werden, um gegen eine klassische Winterdepression vorgehen zu können. Die genannten Stoffe wirken vor allem als Neurotransmitter, womit dafür gesorgt wird, dass vermehrt Glückshormone in unserem Körper ausgeschüttet werden, welche dann die gesamte Stimmung steigern können. Medikamente wie diese werden in aller Regel durch den Arzt verschrieben, da es sich um so genannte Psychopharmaka handelt, die vorher eine ordentliche Diagnose erfordern. Es ist also zu empfehlen, bei ernsten Depressionen einen Arzt aufzusuchen und sich dort behandeln zu lassen.

Ein Gedanke zu „Winterdepression“

  1. Hallo!
    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Ich selbst – Mutter von drei erwachsenen Kindern – leide auch seit einigen Jahren regelmäßig an SAD. Anfangs dachte ich nur, ich sei wohl etwas müde. Doch da sich die schlechte Stimmung und die andauernde Müdigkeit nach Wochen immer noch nicht gelegt hatte, versuchte ich Informationen über Depression im Internet zu bekommen. Dort habe ich zum ersten Mal von SAD gelesen und mich danach – wie empfohlen – viel von Bananen, Schokolade etc. ernährt. Wirklich geholfen hat das jedoch nicht. Erst als ich mir ein professionelles Lichttherapiegerät zugelegt hatte, war ich wieder fitter und positiver gestimmt. Jetzt, da es wieder Sommer wird, sind meine Beschwerden verschwunden, doch für den nächsten Winter bin ich bereits bestens vorbereitet.
    Lieber Gruß
    Ihre Christine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.